Kundenlogin

loader

Passwort vergessen

Sie haben Ihr Passwort vergessen? Geben Sie hier Ihre E-Mailadresse ein und wir senden Ihnen einen Link zum Zurücksetzen des Passwortes zu.
Official activate by Reclay Facebook Page Official Reclay Group Xing Page Official Reclay Group Linkedin Page
Sprache:
Einloggen Newsletter Info / FAQ
Lizenzierungsland:

FAQ

Infomaterial

  • Broschüre „Verpackungslizenzierung leicht gemacht“ – PDF

  • Glossar der Abfallwirtschaft – PDF

  • Infografik „Funktionsweise duale Systeme“ – JPG

  • Abfalltrennposter „Richtig trennen, Umwelt schützen“– JPG

FAQ

Fragen zu activate - by Reclay


Fragen zur Verpackungsverordnung (VerpackV)




Welche Vorteile habe ich durch activate - by Reclay

Keine Mindestbestellmenge und volle Flexibilität

Bei activate – by Reclay lizenzieren Sie individuell Ihre noch in Verkehr zu bringenden Mengen an Verkaufs- und/oder Transportverpackungen, ohne einen Vertrag mit einer festen Laufzeit abschließen zu müssen. Nach der Online-Lizenzierung erhalten Sie direkt Ihre Mengenbescheinigung (Teilnahmezertifikat mit Mengenangaben).

100 Prozent Rechtssicherheit

Mit der Reclay Group haben Sie einen Partner an Ihrer Seite, dem seit mehr als zehn Jahren über 3.000 Kunden aus Handel, Industrie und Gewerbe bei der Rücknahme und Entsorgung ihrer Verkaufs- und Transportverpackungen vertrauen. Alle Ihre Verpackungsmengen werden zu 100 Prozent bei dem dualen System bzw. dem Rücknahmesystem für Transportverpackungen der Reclay Group lizenziert.

Lizenz to go

Sie geben Ihre Verpackungsmengen ein, bezahlen online und erhalten sofort Ihre Mengenbescheinigung. Alle Bescheinigungen sowie die zugehörigen Rechnungen sind jederzeit in Ihrem persönlichen Kundenkonto einsehbar.


Welche Vorteile bietet mir activate – by Reclay im Vergleich zu anderen Portalen?

Rabattstufen für Verkaufsverpackungen

activate - by Reclay bietet Ihnen attraktive Rabattstufen für Frühlizenzierer an. Aktuell bieten wir Ihnen folgende Rabattstufen:

Einkauf in:

  • Quartal 1 (Q1) - 25%
  • Quartal 2 (Q2) - 20%
  • Quartal 3 (Q3) - 10%

Lizenzierungsaufwand

Bei activate bestimmen alleine Sie, wie hoch der Aufwand für Ihre Lizenzierung ist. Das Portal ist sieben Tage die Woche rund um die Uhr geöffnet. Sie entscheiden selbst, wie oft und wie viel Sie jeweils lizenzieren. Das erfahrene activate-Team steht Ihnen dabei jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Transportverpackungen

Activate – by Reclay bietet als erstes Online-Portal auch die unkomplizierte Lizenzierung von Transportverpackungen an. Damit können Sie Ihren Pflichten aus der Verpackungsverordnung noch umfassender ganz einfach online nachkommen. Die Abholung der Transportverpackungen bei Ihren Geschäftspartnern erledigen wir auf deren Anforderung bis zu der von Ihnen lizenzierten Menge an Transportverpackungen gemäß unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen.


Was passiert mit meinen Verpackungen, nachdem diese vom Endverbraucher entsorgt wurden?

Ihre Verpackungen durchlaufen einen Kreislauf. Nachdem Ihre verpackten Produkte beim Endverbraucher angekommen sind, entsorgt dieser das Verpackungsmaterial. Dabei ist es wichtig, dass eine korrekte Abfalltrennung vorgenommen wird. Denn nur, was richtig vorsortiert wird, kann auch tatsächlich recycelt werden. Der Abfall wird dann beim Endverbraucher von Entsorgungsunternehmen, die von den dualen Systemen beauftragt wurden, abgeholt und in Sortieranlagen gebracht. Dort werden die Wertstoffe mittels innovativer Technologien in diversen Sortiergängen nach Materialfraktionen sortiert und anschließend in sog. „sortenreine“ Ballen gepresst. Diese werden in Aufbereitungs-/Verwertungsanlagen gebracht, in denen Rezyklate aus den diversen Materialien gewonnen werden, die als Sekundärrohstoffe für neue Produkte verwendet werden. Aus Kunststoffverpackungen werden so beispielsweise Palisaden für den Garten- und Landschaftsbau, Parkbänke, Haushaltsprodukte, Autoteile, Einkaufstaschen und Produktverpackungen sowie Sport- und Multifunktionsbekleidung hergestellt. Dadurch wird ein maßgeblicher Anteil an Primärrohstoffen gespart und somit ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet.


Rücknahme von Transportverpackungen

Was macht die Reclay Group mit den Lizenzentgelten, die ihre Kunden zahlen?

Die Hersteller und Inverkehrbringer von Verpackungen, die beim privaten Endverbraucher anfallen, sind nach der Verpackungsverordnung (ab dem 1. Januar 2019 nach dem Verpackungsgesetz) dazu verpflichtet, für die deutschlandweite Rücknahme und Verwertung dieser Verpackungen aufzukommen. Da sie selbst jedoch kaum in der Lage wären, dies eigenständig zu organisieren, sieht die Verpackungsverordnung die Beauftragung eines dualen Systems vor (sogenannte Verpackungslizenzierung). Die Hersteller/Inverkehrbringer zahlen ein Lizenzentgelt für die Sammlung Sortierung und Verwertung ihrer in Verkehr gebrachten Verpackungen an das duale System, das sich nach Gewicht und Materialart bemisst.

Mit den Lizenzentgelten finanzieren die dualen Systeme den kompletten Rücknahme- und Verwertungsprozess:

  • Erfassungskosten: Die dualen Systeme bezahlen die von ihnen beauftragten Entsorgungsunternehmen in über 800 Kommunen in Deutschland für das Aufstellen von Sammelbehältnissen (z. B. Gelbe Tonnen oder Glascontainer), deren regelmäßige Leerung sowie den Weitertransport der Verpackungsabfälle zu Sortier- oder Aufbereitungsanlagen.
  • Sortierkosten: Auch die Kosten für die Sortierung der Abfälle in modernen Anlagen werden von den dualen Systemen aus den Lizenzentgelten bezahlt. In diesen Anlagen werden die Wertstoffe mittels innovativer Technologien in diversen Sortiergängen nach Materialfraktionen sortiert und anschließend in sog. „sortenreine“ Ballen gepresst. Im Anschluss werden diese in Aufbereitungs-/Verwertungsanlagen gebracht, in denen Rezyklate aus den diversen Materialien gewonnen werden, die als Sekundärrohstoffe für neue Produkte verwendet werden können. Somit stellen die dualen Systeme mit den Lizenzentgelten ihrer Kunden letztendlich sicher, dass die Kreislaufwirtschaft funktioniert und die Umwelt geschützt wird.
  • Nebenentgelte: Darüber hinaus müssen die dualen Systeme auch noch sogenannte Nebenentgelte an die Kommunen entrichten, mit denen unter anderem die Stellplatzreinigung von Containern (Glas, Pappe) sowie Informationsmaterial für Bürger finanziert werden.


Wie funktioniert activate - by Reclay?

activate – by Reclay funktioniert einfach und schnell. In nur vier Schritten gelangen Sie zu Ihrer Mengenmeldung:

Schritt 1: Sie registrieren sich oder melden sich mit Ihren Login-Daten an.

Schritt 2: Sie geben das Lizenzjahr und Ihre Mengen an Verkaufs- und Transportverpackungen ein.

Schritt 3: Sie prüfen Ihre Angaben und wählen eine Zahlungsmethode aus.

Schritt 4: Sie erhalten per E-Mail eine Mengenbescheinigung über die von Ihnen beteiligten Mengen und Ihre Rechnung.


Welche Zahlungsmöglichkeiten bietet activate - by Reclay?

Sie können bei activate - by Reclay mit den folgenden Zahlungsmitteln bezahlen:

  • SEPA Lastschrift: Über diese Methode können Sie den Rechnungsbetrag unkompliziert von Ihrem Bankkonto abbuchen lassen. (3 Tage)
  • Paypal: Bezahlen Sie sicher und einfach über paypal. Die Zahlung wird dem Zahlungsempfänger sofort gutgeschrieben und ihre Zahlungsdaten werden nicht an activate – by Reclay weitergeleitet. (Sofort)
  • Sofortüberweisung: Das Zahlungssystem überweist den geforderten Betrag automatisch an den Zahlungsempfänger. (1-3 Tage)
  • Kreditkarte: Mit Ihrer Mastercard oder Visacard können Sie bequem online bezahlen. (Mehrere Tage)

Wie bestimme ich die Höhe meiner Lizenzmengen?

In einem ersten Schritt bestimmen Sie die Art der Verpackungsmaterialien und deren jeweiliges Gewicht. Dabei ordnen Sie die Verpackungsmaterialien den folgenden Materialfraktionen zu:

Verkaufsverpackungen

  • Glas
  • Papier/Pappe/Karton
  • Weißblech
  • Aluminium, sonstige Metalle
  • Kunststoff
  • Kartonverbunde
  • Sonstige Verbundmaterialien
  • Naturmaterialien

Transportverpackungen

  • Papier/Pappe/Karton
  • Folie
  • EPS/Styropor
  • Kunststoff (z.B. Umreifungsbänder)
  • Metall (z.B. Umreifungsbänder)
  • Holz (z.B. Paletten)

Anhand Ihrer erwarteten abgesetzten bzw. zu transportierenden Mengen lassen sich die zu lizenzierenden Verkaufs- und Transportverpackungsmengen errechnen. Mit activate – by Reclay können Sie diese ermittelten Mengen je Fraktion dann einfach und schnell online lizenzieren.

Welche Funktionen bietet "Mein Konto"?

Unter mein Konto finden Sie folgende Funktionen:

  • Änderung des Passworts
  • Änderung der persönlichen Daten (Stammdaten)
  • Abruf aller Lizenzierungsdokumente (Rechnungen, Mengenbescheinigung und Bescheinigung zur Jahresgesamtmenge)
  • Übersicht über die lizenzierten Jahresmengen

Wie behalte ich den Überblick über meine lizenzierten Mengen?

Im Bereich "Mein Konto" erhalten Sie jederzeit einen Überblick über alle bereits erfolgten Mengenmeldungen. Jede Rechnung sowie eine entsprechende Mengenbescheinigung für Ihre lizenzierten Mengen je Fraktion ist dort einsehbar.

Gibt es eine Gesamtübersicht aller Mengen, die man in einem Lizenzjahr gemeldet hat?

Sie erhalten im ersten Quartal des nächsten Kalenderjahres eine Bestätigung über die gesamten Mengen, die Sie im activate - by Reclay-Portal lizenziert haben. Diese Jahresbestätigung bescheinigt Ihnen gleichzeitig die Beteiligung Ihrer Lizenzmengen an unserem dualen System.

Was ist, wenn ich mehr Menge lizenziert als eigentlich in Verkehr gebracht habe?

Bereits lizenzierte Mengen können bei activate - by Reclay nicht mehr zurückgenommen werden. Mit dem Online-Portal haben Sie jedoch die Möglichkeit, Ihre Mengen so oft und so kleinteilig wie nötig zu lizenzieren.

Was Sind Systemkosten?

Die Systemkosten setzen sich aus dem Nutzungsentgelt des DIHK-Portals und den Kosten des elektronischen Zahlungsverkehrs zusammen.


Was muss ich allgemein wissen, um mit activate - by Reclay Verpackungen zu lizenzieren?

Welche Verpackungsmaterialien müssen lizenziert werden?

Verkaufsverpackungen

  • Glas
  • Papier/Pappe/Karton
  • Weißblech
  • Aluminium, sonstige Metalle
  • Kunststoff
  • Kartonverbunde
  • Sonstige Verbundmaterialien
  • Naturmaterialien

Transportverpackungen

  • Papier/Pappe/Karton
  • Folie
  • EPS/Styropor
  • Kunststoff (z.B. Umreifungsbänder)
  • Metall (z.B. Umreifungsbänder)
  • Holz (z.B. Paletten)

Welche Konsequenzen drohen, wenn ich meine Verkaufsverpackungen oder meine Transportverpackungen nicht lizenziere?

Wer seine Verkaufs- und/oder Transportverpackungen nicht ordnungsgemäß lizenziert, verstößt gegen die Verpackungsverordnung. Als Folge kann es zu Abmahnungen, behördlichen Mahnverfahren und/oder Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro kommen. Bezogen auf Verkaufsverpackungen ist sogar das Verhängen eines bundesweiten Verbots, Verkaufsverpackungen an private Endverbraucher abzugeben, möglich. Darüber hinaus drohen Ihnen wettbewerbsrechtliche Abmahnungen Ihrer Konkurrenten auf Unterlassung und Schadensersatzforderungen.

Sollten Sie Ihren verpackungsrechtlichen Pflichten bisher nicht vollumfänglich nachgekommen sein, ist im Einzelfall zu prüfen, inwieweit und zu welchen Kosten eine nachträgliche Entpflichtung Ihrer Verkaufs- und/oder Transportverpackungen möglich ist.

Wer kontrolliert, ob ich meine Verpackungen bei einem dualen System bzw. einem Rücknahmesystem für Transportverpackungen anmelde (lizenziere)?

Zuständig für die Kontrolle sind gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz die obersten Landesbehörden in den Bundesländern.

Muss ich auch Packhilfsmittel und Füllmaterialien beteiligen (lizenzieren)?

Ja! Denn solche Materialien gelten aufgrund ihrer Funktion als Teil der Verpackung. Egal ob Packhilfsmittel (Packbänder, Umreifungsbänder, Klammern und Packpapier) oder Füll- und Polstermaterialien (z. B. Luftpolsterfolie und Zeitungspapier) – alles muss entsprechend der Materialfraktion gemeldet werden.

Muss ich eine Vollständigkeitserklärung abgeben?

Die Abgabe einer Vollständigkeitserklärung bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer ist erst verpflichtend ab einer Verkaufsverpackungsmenge von 80 Tonnen Glas pro Kalenderjahr oder 50 Tonnen Papier/Pappe/Karton pro Kalenderjahr oder 30 Tonnen aller übrigen in Anhang I Nr. 1 Abs. 2 VerpackV genannten Materialarten (Kunststoff, Aluminium, Verbunde etc.) pro Kalenderjahr. Liegen Ihre Verkaufsverpackungsmengen unterhalb dieser Grenzwerte, müssen Sie keine Vollständigkeitserklärung hinterlegen. Allerdings hat die zuständige Behörde jederzeit das Recht, eine Vollständigkeitserklärung über die ordnungsgemäße Lizenzierung Ihrer Mengen anzufordern. Bei activate – by Reclay erhalten Sie deshalb nach jeder Meldung eine Bestätigung, die Sie auf Nachfrage einreichen können. Bringen Sie ausschließlich Transportverpackungen in Verkehr, müssen Sie grundsätzlich keine Vollständigkeitserklärung abgeben.

Alle Informationen zur Vollständigkeitserklärung finden Sie auf https://www.ihk-ve-register.de.


Wie funktioniert die Rücknahme von Transportverpackungen?

Die Abholung der Transportverpackungen bei Ihren Geschäftspartnern erledigen wir auf deren Anforderung bis zu der von Ihnen lizenzierten Menge an Transportverpackungen gemäß unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen.


HELP-LINE Tel.: +49 221 580098-111 Fax: +49 221 580098-110

Mail: transportverpackungen@reclay-group.com


Rücknahme von Transportverpackungen


Fragen zur Verpackungsverordnung (VerpackV)

Was besagt die Verpackungsverordnung (VerpackV)?

Ausgangspunkt der Verpackungsverordnung ist der Grundsatz der Produktverantwortung. Danach ist derjenige, der Verpackungen in Umlauf bringt, auch für deren Rücknahme und Verwertung verantwortlich.


Für Hersteller und Vertreiber, die erstmalig Verkaufsverpackungen in Verkehr bringen, die typischerweise bei privaten Endverbrauchern anfallen, besteht die Pflicht, diese an einem dualen System zu beteiligen (§ 6 Abs. 1 VerpackV). Die dualen Systeme übernehmen die Sammlung, Sortierung und Verwertung dieser Verkaufsverpackungen. Beteiligen sich Hersteller und Vertreiber bei einem dualen System und zahlen die Lizenzierungskosten, erfüllen sie ihre verpackungsrechtlichten Pflichten. Geschieht dies nicht, sind die Folgen unter „Welche Konsequenzen drohen, wenn ich meine Verkaufsverpackungen oder meine Transportverpackungen nicht lizenziere“ beschrieben.


Für Hersteller und Vertreiber von Transportverpackungen gibt es keine Beteiligungspflicht an einem dualen System. Sie sind verpflichtet, die Transportverpackungen zurückzunehmen und können sich dafür auch eines Dritten, z.B. eines Rücknahmesystems, bedienen. Reclay Systems GmbH organisiert ein solches Rücknahmesystem für Transportverpackungen.


Was sind duale Systeme?

Die dualen Systeme sind privatwirtschaftliche Unternehmen, die die Sammlung, Sortierung und Verwertung von gebrauchten Verkaufsverpackungen in Deutschland organisieren. Derzeit gibt es zehn duale Systeme, die gemäß den Vorgaben der Verpackungsverordnung flächendeckend, d.h. bundesweit, festgestellt sind. Die dualen Systeme sind in der sog. Gemeinsamen Stelle organisiert.

Was bedeutet der Begriff "lizenzieren"?

"Lizenzieren" bedeutet Erfüllung einzelner verpackungsrechtlicher Pflichten. Bezogen auf Verkaufsverpackungen ist damit die Beteiligung von Verkaufsverpackungen an einem dualen System gemeint. Für Transportverpackungen wird darunter die Beteiligung an einem Rücknahmesystem verstanden. Der Begriff „Lizenzieren“ ist historisch zu verstehen. Bis 2008 mussten gebrauchte Verkaufsverpackungen mit einem Recyclingsymbol versehen werden, für das eine Lizenz, also ein Nutzungsrecht, erworben wurde.

Ich betreibe ein Gewerbe/bin Online-Händler und bringe Verkaufsverpackungen in Verkehr. Diese fallen beim privaten Endverbraucher an. Welchen Pflichten unterliege ich?

Sie sind nach der Verpackungsverordnung dazu verpflichtet, sich mit den von Ihnen in Verkehr gebrachten Verkaufsverpackungsmengen bei einem dualen System zu beteiligen (lizenzieren). Des Weiteren müssen Sie in der Lage sein, eine Vollständigkeitserklärung abzugeben.

Muss ich als Gewerbetreibender/Online-Händler mit überschaubaren Verkaufsverpackungsmengen meine Verpackungen auch bei einem dualen System anmelden (lizenzieren)?

In Deutschland sind keine Mindestmengen für die Lizenzierung Ihre Verkaufsverpackungen vorgeschrieben. Auch mit nur geringfügigen Mengen unterliegen Sie der Beteiligungspflicht des § 6 Abs. 1 VerpackV. Des Weiteren müssen Sie in der Lage sein, eine Vollständigkeitserklärung abzugeben.

Was sind Verkaufsverpackungen?

Verkaufsverpackungen sind alle Verpackungen, die als Verkaufseinheit angeboten werden und beim Endverbraucher anfallen, § 3 Abs. 1 Nr. 2 VerpackV.

Was sind Transportverpackungen?

Transportverpackungen sind Verpackungen, die entweder den Transport der Waren erleichtern, Waren auf dem Transport vor Schäden bewahren und/oder aus Gründen der Sicherheit benutzt werden, § 3 Abs. 1 Nr. 4 VerpackV. Da alle aufgezählten Merkmale auch auf Verkaufsverpackungen zutreffen, ist für die Einordnung der Verpackung als Transportverpackung der Ort, an dem diese anfällt, maßgeblich. Eine Transportverpackung fällt beim Vertreiber an (nicht beim Endverbraucher) und wird nicht mit der Ware zusammen an den Endverbraucher abgegeben.

Was ist ein Erstinverkehrbringer?

Erstinverkehrbringer sind alle Hersteller oder Vertreiber, die mit Ware befüllte Verkaufsverpackungen, die typischerweise beim privaten Endverbraucher anfallen, erstmals in den Verkehr bringen, das heißt an einen im Wirtschaftsverkehr tätigen Dritten abgeben. Sie sind gemäß § 6 Abs. 1 S. 1 VerpackV zur Beteiligung an einem dualen System verpflichtet.

Was ist eine Anfallstelle?

Anfallstellen sind Standorte, an denen Verpackungsabfälle "anfallen". Die Verpackungsverordnung gilt für alle im Geltungsbereich des Kreislaufwirtschaftsgesetzes in Verkehr gebrachten Verpackungen unabhängig davon, ob sie in der Industrie, im Handel, in der Verwaltung, im Gewerbe, im Dienstleistungsbereich oder in Haushaltungen anfallen.

Was ist ein Endverbraucher?

Der Endverbraucher ist nach § 3 Abs. 11 der Verpackungsverordnung derjenige, der die Ware in der an ihn gelieferten Form nicht mehr weiterveräußert. Darunter können sowohl private (Haushalte) als auch gewerbliche Anfallstellen fallen.

Was sind Fraktionen?

Bei Fraktionen im Sinne der Verpackungsverordnung handelt es sich um Stoffklassen, denen die Verpackungsabfälle zugeordnet werden, etwa Glas, Kunststoffe oder Aluminium. Für die einzelnen Fraktionen schreibt die Verpackungsverordnung unterschiedliche Verwertungsquoten vor.

Was ist der Grüne Punkt?

"Der Grüne Punkt" ist ein weltweit geschütztes Markenzeichen, dessen Rechte Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) besitzt. Für die Nutzung des Zeichens müssen in den meisten Ländern Lizenzgebühren entrichtet werden. Bis 2008 mussten alle in Deutschland in Verkehr gebrachten Verkaufsverpackungen mit dem Zeichen "Der Grüne Punkt" oder einem vergleichbaren Recyclingsymbol gekennzeichnet werden. Diese Pflicht besteht heute nicht mehr.

Was ist ein Mengenstromnachweis?

Der Mengenstromnachweis ist der jährliche Nachweis über die Mengen der gesammelten und verwerteten Verkaufsverpackungen, den duale Systeme und Selbstentsorger (Betreiber von Branchenlösungen) gegenüber der für die Abfallwirtschaft zuständigen obersten Landesbehörde erbringen müssen. Der Mengenstromnachweis dient der Sicherstellung der ordnungsgemäßen Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen. Rechtliche Grundlage ist die VerpackV. Im Mengenstromnachweis muss belegt werden, dass die in der Verpackungsverordnung festgelegten Verwertungsquoten erreicht wurden. Die Erfüllung der Vorgaben muss durch einen unabhängigen Sachverständigen bescheinigt werden. Ein solcher Mengenstromnachweis muss für Transportverpackungen nicht erstellt werden.

Was ist eine Vollständigkeitserklärung?

Die Vollständigkeitserklärung ist ein Nachweis über die vom Hersteller bzw. Vertreiber innerhalb eines Kalenderjahres in Verkehr gebrachten Mengen an Verkaufsverpackungen. Bis zum 1. Mai jeden Jahres müssen laut § 10 Abs. 1 VerpackV alle verpflichteten Unternehmen ihre Vollständigkeitserklärungen für das Vorjahr bei ihrer zuständigen Industrie- und Handelskammer hinterlegen. Die Vollständigkeitserklärung muss von einem Sachverständigen (z. B. Wirtschaftsprüfer) testiert (bestätigt) und elektronisch signiert werden.

Verpflichtet zur Abgabe einer Vollständigkeitserklärung ist jeder, der die folgenden Mengen in zumindest einer Materialfraktion überschreitet:

  • Glas: mehr als 80 t/Kalenderjahr
  • Papier, Pappe, Karton: mehr als 50 t/Kalenderjahr
  • Alle übrigen Materialarten: mehr als 30 t/Kalenderjahr